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Luzie, bitte melde dich!

Liebe Luzie,

herzlichen Glückwunsch, du hast unser Preisausschreiben gewonnen! Zwar hast du mir die Antwort nicht per E-Mail geschickt, aber mein Posteingang ist ja auch schon voll, weil Ralf mir tatsächlich in diesem Jahr schon 1034, 1035, 1036 E-Mails geschickt hat. Als ich das Preisausschreiben vor drei Tagen startete, waren es aber tatsächlich genau 959, wie du in deinem Kommentar richtig geraten hast.

Jetzt musst du dich aber endlich mal zu erkennen geben, denn du hast eine CD gewonnen. Natürlich nur, wenn du kein Bandmitglied bist, das unter einem Decknamen auftritt. Schreckliche Vorstellung, am Ende bist du in Wirklichkeit Ralf H.! Aber nein, das kann nicht sein, der hätte seine Antwort garantiert per E-Mail geschickt. Und zwar verteilt auf drei Nachrichten: Eine mit der 9, eine mit der 5 und noch eine mit der 9.

Also melde dich bitte, und du bekommst eine kostenlose CD. Wenn du deine Identität und Adresse nicht preisgeben willst (wir behandeln sie natürlich vertraulich), kann ich die CD auch in einem hohlen Baum zwischen Walldorf und Angelbachtal hinterlegen.

Bis bald, und schreib weiterhin fleißig Kommentare!

Deine SAP BIG BAND
i.A. Hendrik A., designierter Präsident

Wer schreibt, der bleibt

Letzte Woche führten mich meine unbedeutenden Nebentätigkeiten, die natürlich ungemein von allem ablenken, was mit der SAP BIG BAND zu tun hat, für einige Tage auf eine Konferenz. Wie bei Abwesenheiten üblich, wies ich mein E-Mail-Programm an, bei eingehenden Nachrichten eine Abwesenheitsnotiz zu verschicken, um die E-Mail-Flut einzudämmen. Dies hat auch erstaunlich gut funktioniert, was die beruflichen Nachrichten angeht, die ich heute schon lange vor der Mittagspause mehr oder weniger erledigt hatte.

Doch zu früh gefreut: Ich hatte die Rechnung ohne den Wirt, ich meine den Ralf, gemacht. In der heißen Phase der Vorbereitung auf das Jahreskonzert steigt die E-Mail-Frequenz ja immer noch mal bedenklich an, soweit das rein rechnerisch überhaupt möglich ist. Jeden Tag so zwischen 23.48 und 1.23 Uhr beginnt unser Präsident seine DoS-Attacke auf meinen E-Mail-Account, und man kann sich vorstellen, was im Posteingang los ist, wenn man für einige Tage nicht da ist.

Aber alles hat sein Gutes, und deswegen starte ich hiermit ein kleines Preisausschreiben für die treuen Leser dieses Blogs. Hier sind die Preisfragen (Mitglieder der SAP BIG BAND sind natürlich von der Teilnahme ausgeschlossen):

1) Wie viele Mails habe ich in diesem Jahr schon von Ralf H. erhalten?
a) 127
b) 532
c) 959

2) Wie viele Mails werden es am 31.12.2007 um 23.59 Uhr sein?
Die Zahl lässt sich natürlich nur schätzen. Sie wird im vierstelligen Bereich liegen, so viel ist sicher.

Die erste Einsendung (natürlich per E-Mail an mich) mit der richtigen Antwort auf Frage 1 gewinnt ein Exemplar unserer aktuellen CD, Count To Ten, mit kostenloser Zustellung per Post. Wer mit seiner richtigen Antwort auch eine korrekte Schätzung für Frage 2 abgibt, darf die Band bei einer der nächsten Proben in 2008 besuchen und nachher mit uns ein Bier trinken gehen (Ralf zahlt).

Customers First

Unser CMO Thomas hat viele Qualitäten. Es fängt ja schon damit an, dass er sich seiner Rolle als Leiter einer Software-Firmen-Big-Band so absolut widmet, dass er den Titel "Bandleader" für den Rang eines CMO (Chief Musical Officer) aufgegeben hat. Doch das ist längst noch nicht alles.

Ein kürzlich wiederentdecktes, bisher noch nicht veröffentlichtes Interview aus dem Jahre 2005 wurde liebevoll restauriert und kann nun der Öffentlichkeit präsentiert werden. Es wurde im Rahmen des damaligen Probenwochenendes geführt und in einem Lokal aufgenommen (dies erklärt ansatzweise die angeregte Geräuschkulisse im Hintergrund, obwohl wir eigentlich fast nur Fanta getrunken haben). Da die Tonqualität trotz aller Bemühungen eingeschränkt ist, stellen wir auch eine Transkription zur Verfügung.

Interview anhören

Hendrik A: Herr Siffling, wie hat Ihnen dieses Wochenende gefallen?

Thomas S
: Dieses Wochenende war eines der schönsten Wochenenden in meinem
Leben. Wir haben sehr viele intime Sachen ausgetauscht und sind uns doch
wieder ein ganzes Schrittchen nähergekommen und ich glaube, für die Zukunft
haben wir richtungsweisende Entscheidungen getroffen und ich bin guter Dinge,
dass unser Relationship committed werden muss und wir auf jeden Fall noch
confirmed werden müssen und Customers First auf jeden Fall.

Hendrik A
: Was sagen Sie zu dem Vorwurf, dass letzte Nacht auf der Terrasse um
ca. zwei Uhr nachts unsittliche Dinge passiert sind?

Thomas S
: Das wichtigste in jedem Fall ist natürlich Customers First, das ist
ja ganz klar. Zuerst steht der Kunde ...

Hendrik A
: Bitte weichen Sie nicht aus, Herr Siffling!

Thomas S
: Der Kunde steht an allererster Stelle. Wichtig: Der zweite Punkt
ist, wir müssen committed sein. Sehen Sie mal, wenn Sie fünf n****e Ä****e auf
der Terrasse haben, und diese fünf n****n Ä****e sind auch noch confirmed,
dann kann der Firma ja nichts mehr passieren.

Hendrik A
: Vielen Dank für das Gespräch.

Thomas S
: Ja bitte.


Haben Sie gemerkt, wie perfekt Thomas die Sprache der großen Konzerne schon vor zwei Jahren gesprochen hat? Wie geschickt er kritische Gesprächsthemen umschifft und dem Interviewer sein Thema aufzwingt? Diesem Mann steht eine große Zukunft im Software-Business bevor. Lukrative Beraterverträge werden die Anschaffung des dringend benötigten Drittwagens ermöglichen, und das ist gut so.

In eigener Sache

Kürzlich sprach ich mit meiner Tocher über meine berufliche Situation, und es wurde schnell klar, dass sie glaubt, ich sei als Trompeter bei SAP angestellt und unser CMO Thomas sei mein Chef. Ich musste ihr daraufhin behutsam beibringen, dass meine Qualifikation als Trompeter (trotz Workshop) nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt einer Familie zu sichern.

Aber der Rest stimmt natürlich. Thomas ist mein Chef. Er beschäftigt mich nur nicht als Trompeter, sondern als Betreiber dieses Blogs. Geschickt wie ich bin, halte ich aber durch die Bearbeitung von technischen Problemen, die Ausbildung neuer Mitarbeiter und gelegentliche Beratungsleistungen die Illusion aufrecht, einen bürgerlichen Beruf zu haben. Dies bringt leider gewisse Sachzwänge mit sich, die es mir gelegentlich nicht erlauben, in Echtzeit zu bloggen. So wurde ich schon mehrfach darauf angesprochen, dass der Bericht von der letzten Probe aber auf sich warten lasse. Dabei gibt es nicht einmal von jeder Probe etwas zu berichten, und langweilen soll sich hier niemand.

Es ist aber sicher an der Zeit, noch einmal auf zwei grundsätzliche Dinge hinzuweisen:

1) Es gibt verschiedenartige Beiträge in diesem Blog. Im Grunde sind folgende Kombinationen denkbar:
  1. Ein Beitrag ist nicht ernst gemeint und deswegen lustig.

  2. Ein Beitrag ist ernst gemeint und deswegen nicht lustig.

  3. Ein Beitrag ist ernst gemeint, aber trotzdem lustig.

  4. Ein Beitrag ist nicht ernst gemeint, aber trotzdem nicht lustig.

Die Kombinationen "c" und "d" entstehen eher unfreiwillig; "a" und "b" sind gewollt. Möglich ist aber alles.

2) Ich, Hendrik A., bin nicht der einzige Autor in dieses Blogs (der Verfasser steht immer automatisch in kleiner Schrift am Ende jedes Beitrags). Auch andere Bandmitglieder haben schon dazu beigetragen, und von anderen hofft man, dass sie sich dazu durchringen. Allerdings habe ich, meiner zukünftigen Rolle als Präsident gemäß, die absolute Macht, denn ich kann Beiträge und Kommentare löschen, wie es mir gefällt. Wobei mir gestern wieder bewusst wurde, wie schnell sich das Blatt wenden kann: Eben noch Günstling des Chefs, musste ich mir scharfe Kritik von unserem unfehlbaren CMO Thomas anhören ("Hendrik, du bist raus") und sah den schon halb untergegangenen Stern von Ralf H. wieder erstrahlen. Ich werde mir was einfallen lassen müssen. Versagen ist keine Option.

Ich freue mich ja auf das Jahreskonzert, aber ...

Schon gut, schon gut, ich soll nicht so negativ sein, hat unser CMO Thomas bei der letzten Probe gesagt. "Bist ja schlimmer als der Clemens", waren seine Worte (womit er dem armen Clemens, der sich äußerst umgänglich zeigte, natürlich Unrecht tut).

Aber er hat Recht, ich habe rumgejammert. Es gibt da eben bestimmte Stücke, die mir Sorgen machen. Zum Beispiel High Maintenance. Da hilft es nichts, wenn Thomas uns aufmunternde Videos zuschickt. Ich werde bluten bei dieser Nummer. Besser gesagt, bis ich diese Nummer im Kopf und in den Fingern habe.

Aber das ist alles nichts gegen La Almeja Pequena, zu deutsch "die blöde kleine Muschel" (oder so). Man schaue sich bitte das folgende Video an, um einen Eindruck zu gewinnen:



Da kommt mir so einiges in den Sinn:
  • Warum musste der Arrangeur das Hauptmotiv des Stückes in ca. 83 Variationen, die sich rhythmisch alle voneinander unterscheiden, in die Trompetenstimmen einflechten? Weiß der Kerl nicht, dass es mich Stunden und Tage kosten wird, hier nicht mehr in die Pause zu spielen?
  • Wird Thomas auf dem Jahreskonzert auch so ein flottes Tänzchen hinlegen wie der Bandleader in obigem Beispiel? Und am Ende auch noch auf so einer Kuhglocke herumklopfen? Das würde mich ja für manches entschädigen.
  • Können wir den jungen Mann am Bariton-Sax (oder ist es eine nicht mehr so junge Frau?) in einer freundlichen Übernahme für die SAP BIG BAND gewinnen? (Siehe das Video bei 4:00 ff.)

Fragen über Fragen. Aber ich gehe jetzt besser Trompete üben. Mist, geht gar nicht, schon zu spät. OK, morgen dann. Gute Nacht.

Weine von Weltklasse oder 251: Probenwochenende 2007

Ein fantastisches Wochenende liegt hinter uns. Der Goldene Ochsen in Cröffelsbach war in diesem Jahr der Schauplatz für unser Probenwochenende, und es hat sich mal wieder so richtig gelohnt.

Der Freitag Abend, an dem nur einige von uns anwesend waren, verlief relativ ruhig. Nach einem reichhaltigen Abendessen packten wir unsere Instrumente aus (Rhythmusgruppe ohne Klavier, eine Trompete und ein Baritonsax) und Jens legte aus dem Stand eine tadellose Einführung in das Thema 251-Verbindungen hin.

Nach einiger Zeit stießen Ralf und Toni dazu, und es ging noch mal die Post ab (bis wir irgendwann so um Mitternacht um Ruhe gebeten wurden). Es wurde aber trotzdem noch ein langer Abend. Als Thomas so gegen 2.30 Uhr zu uns stieß, öffnete Ralf gerade eine von zahllosen Flaschen Weltklassewein, den er sich palettenweise hatte liefern lassen. Und schon war (neben "251") das eigentliche Leitmotiv für dieses Wochenende geboren.

Am nächsten Morgen war die ganze Band pünktlich um 10.00 zur Stelle, und die Probe konnte beginnen. Hier zeigte sich, dass ein weiteres Leitmotiv des Wochenendes tierische Kopfschmerzen waren, die sich bei einigen Musikern breit machten und leider in keinem ausgewogenen Verhältnis zu der Menge an vorhandenem Aspirin standen. Aber wer feiern kann, kann auch Musik machen! Und gejammert wird nicht.

Wir werden viele kleine Begebenheiten in Erinnerung behalten, die zeigen, dass die Band unheimlich viel Spass zusammen haben und trotzdem ernsthaft musikalisch arbeiten kann:
  • Am Freitag Abend sahen Jens W. und Oli sich außerstande, ihre Zimmertür (Hightech!) zu öffnen. Obwohl wir bis dahin weder Weltklassewein noch sonst irgend etwas getrunken hatten. Und wer hat die Tür aufgekriegt? Mr. "Short Fingers" Hendrik. Was für eine Genugtuung! (Leider scheiterte er dann kurze Zeit später an der eigenen Tür, was den guten Gesamteindruck doch etwas beeinträchtigte).
  • Thomas gab bei La Almeja Pequena detaillierte Anweisungen bezüglich des Solo-Teils, und alle hatten sie verstanden und waren spielbereit. Mit einer Ausnahme: Ralf stand kopfschüttelnd vor seinem Notenständer und verstand die Welt nicht mehr. Bis Thomas ihn darauf hinwies, dass er das falsche Stück aufliegen hatte. OK, gut. Kann ja mal passieren.
  • Beim Abendessen am Samstag Abend musste man leider feststellen, dass Hendriks Fähigkeiten zum Socializing doch schon recht eingerostet sind. Als er die sehr sympatischen Kellnerinen des Goldenen Ochsen mit einem jovialen "Setzt uns doch zu euch! [sic]" an den Tisch einladen wollte, erntete er nur befremdliche Blicke von Seiten der Angesprochenen und kreischendes Lachen aus den Reihen der Band. Na ja. Gehört sich ja ohnehin nicht, so was.
  • Toni bekam für seine solistischen Verdienste einen zweiten Vornamen verliehen. Er heißt jetzt Toni "Clifford" D.
  • Wir beschlossen, die demokratische Meinungsbildung in der Band weiter zu fördern, indem wir regelmäßige Umfragen zum Thema "Wenn am nächsten Sonntag Vorstandswahl wäre" veranstalten.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass wir in diesem Jahr zum ersten Mal von der Jugendherberge auf ein Hotel umgestiegen sind. Und zwar eines mit handgemachten Maultaschen (und vielen anderen Köstlichkeiten)! Das war für einige von uns sicher nicht gut, was die Bundweite angeht, aber die viel komfortablere Art der Unterbringung (keine wässrige Suppe, kein Gemeinschaftswaschraum, Weine von Weltklasse usw.) hat auch dazu geführt, dass man viel entspannter Musik machen konnte. Es ist schon fantastisch, dass wir uns so etwas einfach so leisten können, und wir sollten froh darüber sein.