Waldkatzenbach-Strümpfelbrunn am 17. Dezember 2007, von unserem Redaktionsmitglied Rüdiger Schall-Rauch:Die badische Kultband kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Nachdem nun schon seit Wochen der Machtkampf zwischen Vorstand Ralf H. und Vize Hendrik A. die Titelzeilen der Boulevardpresse beherrschte, veröffentlichte der CMO der Band, Thomas S., aus bislang nicht nachvollziehbaren Gründen ein umstrittenes Foto, das die beiden Kontrahenten in einer Pose zeigt, die Raum für allerlei Deutungen gibt. In der Folge stürzt Hendrik A. politisch ab (vordergründig wegen eines sich abzeichnenden Finanzskandals im Zusammenhang mit seinen Beraterfirmen). Dass der Urheber des umstrittenen Fotos, der langjährige Bandfotograf Peter G., kurz nach der Veröffentlichung von der Bildfläche verschwand, nährte Gerüchte, dieser habe sich aus Angst vor Repressalien ins Ausland abgesetzt. Dies war umso glaubhafter, als Hendrik A. offene Drohungen gegenüber Peter G. aussprach.
Nun hat sich der Fotograf, der derzeit seinen Aufenthaltsort geheim hält, erstmals Journalisten des "Strümpfelbrunner Waldkuriers" gegenüber zur Krise geäußert. Wenn an seinen Aussagen glauben darf, soll Hendrik A., mittlerweile ums nackte politische Überleben kämpfend, Peter G. eine nicht näher genannte Summe angeboten habe, damit dieser weiteres Bildmaterial über den umstrittenen Auftritt am 9. Dezember zurückhalte. Um welche Summen es sich handelt, wurde nicht näher genannt. Klar ist jedoch, dass das Bildmaterial, das mittlerweile an einem sicheren Ort aufbewahrt wird, noch weiteres brisante Details zutage bringen könnte. Immerhin hat eine jetzt vom Freiburger Institut für Bildanalyse veröffentlichte Untersuchung des von Thomas S. ins Spiel gebrachten Fotos Einzelheiten zutage gebracht, die das Blatt weiter zu Hendrik A.'s Ungunsten wenden könnten. In der digital aufbereiteten Ausschnittsvergrößerung, die dem "Strümpfelbrunner Waldkurier" vorliegt (siehe unser Bild), ist deutlich zu erkennen, dass Hendrik A. eine eindeutig zu Gewalt bereite Pose zeigt (eine in ähnliche Richtung weisende Interpretation des Fotos war schon früher geäußert worden), während Ralf H. eher staatsmännisch mäßigend auf seinen Vize einzuwirken scheint.
Dies macht die von Peter G. ganz unverblümt zugegebenen Bestechungsversuche umso glaubhafter. In diesem Zusammenhang ließ der trotz seines freundlichen äußeren Erscheinungsbildes in Insiderkreisen als skrupellos bekannte Fotograf weiter durchblicken, dass er sich durchaus auch vorstellen könne, zukünftig im Wahlkampf mit Hendrik A. zusammenzuarbeiten, unter der Voraussetzung, dass die "finanzielle Basis" stimme. Wie eine solche Zusammenarbeit konkret aussehen könnte, darauf darf man gespannt sein.
